Näheres zu den folgenden Projekten:

 

Heidrun Göttler

Tel. 089/5162-319

Fax 089/5162-335

E-Mail: h.goettler@missio.de

 

Unterstützung Aids-Waisen und Witwen in der Diözese Dedza/Malawi

 

?Wie Sie sicher wissen, breitet sich die Krankheit Aids in Malawi immer mehr aus. Wir sind mitten in einer Aids-Epidemie. Die Folge ist, dass die Zahl der Witwen und Waisen stetig zunimmt. Wir treffen immer mehr Kinder an, die völlig allein gelassen sind und für sich selber sorgen müssen. Es sind keine Erwachsenen mehr da, die sich um sie kümmern."

Schwester Agatha Ziyaye mit Kind im Arm

 

 

 

Mit diesen Worten leitet

Schwester Agatha Ziyaye ihren Brief an 

missio ein. Die Ordensfrau ist Generaloberin

der einheimischen Ordensgemeinschaft der

?Presentation Sisters". Die Gemeinschaft

wurde 1968 mit dem speziellen Auftrag

gegründet, sich um Witwen und Waisen zu

kümmern.

  

Zur Zeit betreuen die Schwestern knapp 500 Waisenkinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Dabei ist es ihnen wichtig, den Kindern möglichst ihr gewohntes Umfeld zu erhalten. Sie sollen nicht aus ihrer Lebenswelt gerissen werden, um in einem Heim zu leben. Deshalb werden Frauen gesucht, die sich als Pflegemütter der Kinder annehmen. So wird verhindert, dass die Kinder als ?Straßenkinder" leben müssen. Sie sind in Familien untergebracht, die allerdings ohne Zuschuss die notwendigen Hilfsmittel nicht aufbringen können. Die Schwestern halten regelmäßigen Kontakt zu den Familien und besuchen die Kinder in den Dörfern.

 

Darüber hinaus bedürfen 120 Frauen, die ihre Ehemänner durch AIDS verloren haben, der Hilfe. Oft kümmern sie sich bereitwillig neben der Sorge um die eigenen Kinder um Aids-Waisen aus der Nachbarschaft. 

 


 

Arche Noah - Zentrum für Kinder in Finetown/Südafrika

 

?Finetown" - der Name wirkt wie Spott angesichts der heruntergekommenen Wellblechhütten ohne Wasser und Strom. 70000 Menschen wohnen in dieser illegalen Siedlung vor den Toren Johannesburgs.

 

Schwester Mary mit  Kindern aus dem Kindergarten Don Bosco

Im Frühjahr 1994 kam Schwester Mary zum ersten Mal nach ?Finetown?. Bei ihrem Rundgang durch das Armenviertel entdeckte die katholische Ordensfrau eine Wellblechhütte, in der 80 kleine Kinder zusammengepfercht waren - beaufsichtigt von einem 14-jährigen Jungen. Hier musste etwas getan werden, und Schwester Mary handelte. Kurze Zeit später gründeten die Schwestern der ?Salesianerinnen Don Boscos? einen Kindergarten für Zwei- bis Sechsjährige.

 

Es folgten Angebote für die älteren Kinder und Kurse für Mütter.

 

Heute leitet Schwester Margaret das Zentrum. Gemeinsam mit drei Mitschwestern, drei Erzieherinnen und einer Sozialarbeiterin kümmert sie sich um die Kinder und deren Eltern. Die Arche Noah von Finetown ist so größer geworden, aber auch die Probleme nehmen zu. Viele Kinder haben ihre Eltern durch Aids verloren. In anderen Fällen sind Mütter und Väter von der Krankheit bereits so stark gezeichnet, dass die Kinder für den Lebensunterhalt sorgen müssen.

 

Zwei Mahlzeiten täglich erhalten die Kinder in der Krippe (19,00 ? werden dabei pro Kind im Monat für Nahrungsmittel benötigt). Wochentags werden in der Kirche Schultische aufgestellt, um die Neun - bis 16-Jährigen, die oft weder lesen noch schreiben können, zu unterrichten und für die staatlichen Schulen fit zu machen, für die allerdings Schulgeld benötigt wird (15,00 ? für ein Kind im Monat).

Für die Erwachsenen erteilt das Team um Schwester Margaret Computerkurse, die den Absolventen gute berufliche Chancen eröffnen. Und immer wieder macht sich Schwester Margaret auf und besucht die Armen und Kranken in ihren heruntergekommenen Hütten. Sie spendet Trost, hört zu, berät - und sie kommt nie mit leeren Händen. Wenn die finanziellen Mittel es zulassen, bringt sie auch Lebensmittel mit.

 

Vor wenigen Wochen konnte sie die Studenten der medizinischen Hochschule für ihr Zentrum gewinnen. Nun gibt es immerhin einmal in der Woche einen kostenlosen ärztlichen Dienst. Immer dienstags werden die Schultische in der Kirche zusammengerückt und im vorderen Teil entsteht ein provisorischer Behandlungsraum.

 


 

Südafrika: Chain of Love

Eine Kette der Liebe für die Kinder Südafrikas

 

Chain mit anderen Kindern

In einem Aids-Pastoralprogramm in der Erzdiözese Kapstadt stellen sich kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Kampf gegen HIV/Aids. Schwerpunkte des Programms sind - neben der pastoralen Begleitung - die Betreuung der Aids-Kranken und -Waisen sowie die psychologische Beratung von Vergewaltigungsopfern.

 

Die Lebenserwartung im südlichen Afrika liegt aufgrund der Pandemie bei nur 47 Jahren. Immer stärker haben Heranwachsende unter den Folgen der Krankheit zu leiden. Fast ein Drittel der Infizierten ist zwischen 15 und 24 Jahren alt. Jede Minute stecken sich sechs Heranwachsende mit dem Virus an. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass das Wissen dieser Altersgruppe über Ansteckungswege äußerst gering ist.

 

Darum gehört vor allem die Präventionsarbeit auch zum Programm der Erzdiözese. So werden Schriften und Poster in der Diözese verteilt und Kurse für Kinder und Jugendliche abgehalten. In der Mehrheit sind es Frauen, die sich ehrenamtlich in diesem Projekt unter Leitung von Kate Bartho engagieren.

 

Für ihre Arbeit benötigen die Männer und Frauen eine gründliche Ausbildung, damit sie mit den Sorgen und Nöten der Menschen umgehen und ihnen neue Hoffnung geben können. die Schulung eines Aidsberaters kostet 1700 ?. Neben christlichen Werten werden ihnen die Grundlagen der Sexualerziehung und Gesundheitsvorsorge näher gebracht.

 

Jeder Beitrag zur Eindämmung der Pandemie ist Hoffnung für eine ganze Generation von jungen Menschen. Dieses Programm in Südafrika zeigt, dass man mit Initiative und Entschlossenheit erfolgreich gegen Aids ankämpfen kann.

 


 

?CINDI?: Children in Distress ? Kinder in Not

Ein Programm zur Unterstützung von Aids-Waisenkindern in Sambia

 

CINDI wurde im Jahr 1994 von engagierten Katholiken (Ordensfrauen und Laien) in der Stadt Kitwe im Nordwesten von Sambia gegründet. Seit dieser Zeit hilft CINDI Kindern in Not, vor allem Aids-Waisen ? Kindern, die ihre Eltern durch diese Krankheit verloren haben.

 

Heute sorgt das CINDI -Team für über 9000 Waisen ? vom Säugling bis zum Jugendlichen. Erwachsene Betreuer werden in 120 Zonen für diese Aufgaben geschult. Missio unterstützt diese Arbeit mit jährlich 10000 ?, das ist aber nur ein Bruchteil des Benötigten.

 

Ein wichtiger Grundsatz von CINDI: Die Waisenkinder bleiben in ihrer gewohnten Umgebung. Sie werden nicht in Heime verpflanzt. Es wird ihnen vielmehr die Chance gegeben, in ihrem bisherigen Umfeld weiterzuleben.

 

Vier zentrale Ziele von CINDI sind dabei:

 

·        Förderung der ganzheitlichen Entwicklung der Kinder

·        Stärkung des Selbstvertrauens

·        Hilfe zur Selbsthilfe

·        Unterstützung der Dorfgemeinschaften, in denen die Kinder leben

 



Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit