

"Kindersoldaten in Uganda"
Projekt des Carl-Orff-Gymnasiums in Unterschleißheim
Als Michael Blum im Februar 2006 die ehemalige Kindersoldatin China Keitetsi kennen lernt, entschließt er sich, ihre Geschichte auch den Schülern des Carl-Orff-Gymnasiums näherzubringen. Mit seiner Klasse 11ad entsteht daraus schließlich das Projekt ?Kindersoldaten in Uganda": Die Schüler erarbeiten gemeinsam verschiedene Themen (Geschichte Ugandas, Alltag von Kindersoldaten, ?Warum gerade Kinder?? etc.) und stellen ihre Ergebnisse dann in Form einer Powerpoint-Präsentation ihren Mitschülern in anderen Klassen vor. Teams von vier Schülern besuchen dabei jeweils eine Klasse und gestalten eine Unterrichtseinheit. Mehr...
Hier finden Sie zu dem Thema einen Flyer...
Mit einem Klick auf das Bild
öffnet sich eine
Powerpoint-Präsentation
Ansprechpartner:
Michael Blum
Carl-Orff-Gymnasium,
Unterschleißheim
Persönliche Kontakte und authentische Erfahrungen mit dem "Anderen", dem "Fremden" stehen am Gautinger Gymnasium im Mittelpunkt einer langjährigen Afrikapartnerschaft. Nur so gelingt es Schüler und Kollegen für unterschiedliche Lebensrealitäten zu interessieren, um damit nicht nur den Horizont zu erweitern, sondern auch um die eigene Identität zu reflektieren und Lebensstile zu überdenken.
Ihren Ausgang nahm die Partnerschaft 1992 noch mit reinen Hilfsprojekten und vielfältigen Solidaritätsaktionen (zum Aufbau einer privaten Grundschule und zur Unterstützung einer Schulspeisung). Spätestens nach dem Besuch einer Schülergruppe bei den Projektpartnern im Jahr 2001, der Beteiligung von Afrikanern an Projekt- und Studientagen des OvTG, literarischen Lesungen afrikanischer Autoren, Briefpartnerschaften, und schließlich dem mehrwöchigen Hospitationsaufenthaltes eines Deutschlehrer der Partnerschule im Sommer 2005 stand das globale Lernen im Mittelpunkt der Engagements. Afrika ist in zahlreichen Fächern und fächerübergreifenden Aktivitäten im Schulalltag des Gautinger Gymnasiums präsent.
Am 1. Juni 2006, acht Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, findet in der Olympiahalle München unter dem Motto "Faszination WM 2006 - Freunde zu Gast in Bayern" das Sportaculum, ein multimediales Sporttheater statt, das von Schul- und Vereinsgruppen gestaltet wird. Im Mittelpunkt dieser Show stehen die Länder, die als Teilnehmer zur Weltmeisterschaft kommen und darüber hinaus alle Nationen, aus denen Besucher nach Deutschland und Bayern kommen werden. In den einzelnen Präsentationen werden diese Länder beispielsweise über Sport, Sprache, Musik, Tanz oder typisches Brauchtum charakterisiert und vorgestellt. Die Schlussnummer wird von 25 afrikanischen Schülern der Deutschen Schule Pretoria gestaltet, die damit den Gastgeber der Weltmeisterschaft 2010, das Land Südafrika vorstellen werden. Bei der Planung und Vorbereitung dieses Besuches entstand die Idee eines Vorausbesuches einer bayerischen Schülergruppe in Pretoria.
Das Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck ist eine der vier Stützpunktschulen für den Sportbereich Bewegungskünste im Rahmen des Projektes "Sport nach 1", das vom Bayerischen Kultusministerium und vom Bayerischen Landes-Sportverband gemeinsam getragen wird. Seit über zehn Jahren gibt es an der Schule unter dem Namen "Zirkus Kunterbunt" einen eigenen Schulzirkus, der weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist und auch schon Auftritte in anderen Bundesländern sowie in Österreich absolviert hat. Der Bereich Bewegungskünste (u.a. Jonglieren, Einradfahren, Bewegungstheater) ist an den Schulen in Südafrika einerseits noch völlig unbekannt, andererseits ist er aber in ganz besonderer Weise dazu geeignet, die kreativen Fähigkeiten der Schüler zu wecken und zu fördern. Vor diesem Hintergrund entstand das Projekt "Grenzen überwinden - voneinander lernen".
Von den 125 Mitgliedern des Schulzirkus Kunterbunt wird eine Gruppe von 21 Schülerinnen und Schülern in den Faschingsferien 2006 (23.2. - 6.3.2006) mit drei Begleitlehrkräften zehn Tage in Pretoria verbringen. Die Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 7 bis 13 werden in Pretoria in Familien untergebracht sein und werden ein umfangreiches Sport-, Begegnungs- und Kulturprogramm absolvieren (Siehe Anlage). Kernstück dabei sind die Workshops, die von den bayerischen Schülern für die südafrikanischen Schüler durchgeführt werden und die als Höhepunkt in einen gemeinsamen Auftritt beim Abschlussabend münden. Auf diese Weise soll das Projektmotto "Grenzen überwinden - voneinander lernen" mit Leben erfüllt und um den Baustein "zeigen was wir können" erweitert werden.
Um eine möglichst große Nachhaltigkeit zu erzielen, werden alle für die Workshops und Auftritte benötigten Materialien (15 Einräder, 15 Jongliertücher, 30 Jonglierringe, 30 Jonglierbälle, 12 Jonglierkeulen, 12 Flaggen, 5 Diabolos mit Stäben, 8 Pois) als Gastgeschenk an der Deutschen Schule Pretoria verbleiben. Die kompletten Materialien sind bereits vor Ort in Pretoria, weil sie dankenswerterweise in den Containern eines BMW-Mitarbeiters, der für drei Jahre nach Pretoria übersiedelt, kostenlos mittransportiert worden sind.
Die Südafrika-Gruppe des Zirkus Kunterbunt hat bereits im Juli dieses Jahres bei einem Trainingswochende das Programm für die Auftritte und die Workshops in Pretoria und ggf. in Johannesburg gemeinsam erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte sind nicht nur bereit Wochenenden und eine komplette Ferienwoche für das Projekt zu investieren, sondern müssen auch die sehr hohen Kosten von ca. 800.- Euro (davon 650.- Euro Flug) zum größten Teil selbst übernehmen. Von der Bayerischen Fördergemeinschaft Sport in Schule und Verein (Sport nach 1) hat jeder Teilnehmer einen Zuschuss von 120.- Euro erhalten.
Das Projekt "Grenzen überwinden - voneinander lernen - zeigen was wir können" könnte der Ausgangspunkt für eine dauerhafte Schulpartnerschaft bzw. für einen Schüleraustausch zwischen einer bayerischen und einer südafrikanischen Schule sein. Pierre de Coubertin, der Gründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, hat es einmal so ausgedrückt: "Nur wer sich kennt, kann sich achten". Dies gilt in ganz besonderer Weise auch für junge Menschen aus Europa und Afrika.
Hedi Paul
Leiterin des Zirkus Kunterbunt des
Viscardi-Gymnasiums Fürstenfeldbruck
Veranstaltungshinweis:
An das Kollegium
TOR NACH ANGOLA
Ein Klasse-Projekt der Zehn Deutschland (?10 D")
Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim
Am 21. Juni 2006
Zehn Deutschland veranstaltet im Rahmen des Projekts der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung ?Tor nach Afrika? sowie des Deutsch- und Sozialkundeunterrichts einen Informations- und Mobilisierungstag mit Spendenaufruf als Projekttag.
Anlass: WM-Vorrundenspiel Angola- Iran in Leipzig
Ziele:
Ablauf und Programm des Projekttags
| Zeit | Ort | Thema | Aktionen |
| 9.00 | 217/218 |
Wir und Afrika
Präsentationen und Vorträge |
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| 11.00 | 217/218 |
Landeskunde
Präsentationen und Vorträge |
Diverse Referate
Plakate mit Ausstellung |
| 12.30 | Mittagspause | ||
| 13.30 |
217/218
Aula |
Kunst&Kultur
Präsentationen und Vorträge |
Diverse Referate
|
|
15.00
16.00 |
Aula/Hof |
Das Spiel Angola - Iran Live-Übertragung mit HDTV |
Referate: Stellenwert des Fußballs in Angola Vorstellung der Spieler Live-Kommentar zum Spiel |
|
16.00 18.30 23.00 |
Aula/Hof
Foyer |
Event |
Konzert mit afrikanischen Musikern Party mit Gastronomie und DJ Spendenakquise für Kindersoldaten |
Die Kolleginnen und Kollegen insbesondere der 10. Klassen sind zur Teilnahme an den Veranstaltung (Vormittag und Nachmittag) herzlich eingeladen.
Pascoe